Das ewige Eis der Arktis bedeckt mit dickem Packeis den Smith Sound zwischen
Grönland und Kanada. Nur wenige Wochen im arktischen Sommer öffnen
sich die Schollen und machen den Weg frei für unser gewagtes Unternehmen.
Mit unseren Kajaks wollen wir - Elke Grunwald und Markus Ziebell - 600 km weit
auf den Spuren von Robert E. Peary vom sagenumwobenen Thule in Grönland
die Querung nach Kanada wagen. Über Siorapaluk, der nördlichsten Siedlung
der Welt, erreichen wir Kap Alexander, um von dort eine 60 km weite Querung
des Nordpolarmeeres nach Ellesmere Island (Kanada) zu wagen. Wenn Packeis und
Wetter es zulassen, so werden wir auf Pim Island auf die Überreste dieser
großen Polarforscher treffen und von dort aus bis 79° Nord vorstoßen.
Neben dem Packeis lauern aber noch andere Herausforderungen auf uns. Es ist
das Revier des Königs der Arktis, dem Eisbären mit dem wir für
einige Wochen unsere Lagerplätze auf dem Eis teilen werden. Im Wasser stellen
vor allem die Walrosse, die ihre Reviere verteidigen eine nicht zu unterschätzende
Gefahr für unsere Kajaks dar.
Gleichzeitig ist dieser Teil der Arktis bekannt für schnelle Wetterwechsel,
Seenebel, starke Winde.
Entschädigt werden wir aber durch eine der letzten fast unberührten
Lebensräume dieses Planeten mit seiner einzigartigen Tierwelt. Vor allem
Belugas und Narwale (die Einhörner der Meere) sind es die uns vier Wochen
lang zwischen Packeisfeldern und bizarren Eisskulpturen auf unserem Weg begleiten
werden.